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Fibrom

Fibrom (lat.), aus reinem Bindegewebe bestehende Geschwulst von bald weicherer (Fibroma molle), bald festerer (Fibroma durum) Konsistenz. In den weicheren Formen, zu denen die Schleimpolypen der Nase, die Fibrome der äußeren Haut (z. B. das oft mehrfach auftretende, aus der Lederhaut hervorwachsende Fibroma molluscum) zu rechnen sind, sind die Bindegewebsfasern locker durcheinander geflochten, in den derben, die vorwiegend aus den Sehnen, Faszien, dem Periost (Knochenhaut) hervorgehen, sind die Fasern dicht zusammengedrängt. Die Schnittfläche der Fibrome ist weißlich, ihre Größe sehr verschieden, kann den Umfang eines Manneskopfes übertreffen. Sie machen keine Metastasen, sind daher als gutartig zu bezeichnen, können aber gelegentlich durch ihre Größe lästig fallen. Tritt zu der bindegewebigen Wucherung eine sarkomatöse, so entsteht das bösartige Fibrosarkom.

Gutartige Fibrome der äußeren Haut wurden lange Zeit als primär kosmetisches Problem betrachtet, und gegebenenfalls in Selbsthilfe oder vom Hausarzt schnell und relativ schmerzfrei entfernt. Neuere epidemiologische Untersuchungen zeigen hingegen einen Zusammenhang zwischen dem plötzlichen und gehäuften Auftreten des „gestielten" weichen Fibroms (Fibroma pendulans) und dem metabolischen Syndrom. Ein Reihe von Forschern und Ärzten betrachten „gestielte" oder „pendelnde" Fibrome als Marker der Insulinresistenz.

Bibliographie

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909