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Diabetes mellitus Typ 2

Diabetes mellitus Typ 2, umgangssprachlich Zuckerkrankheit, die Diagnose der, infolge von Insulinresistenz, erworbenen Stoffwechselstörung ab einem Blutzuckerspiegel von ≥ 7,0 mmol/l nüchtern. Bis in die 1990er Jahre hinein irrtümlich „Altersdiabetes“ genannt, wird der Typ-2-Diabetes inzwischen bei immer jüngeren Erwachsenen, Jugendlichen, und Kleinkindern diagnostiziert; ein Indiz dafür, dass die zugrundeliegende Lebensweise der Eltern schneller und zuverlässiger an Kinder weitergegeben wird als in Generationen zuvor.

Rund 8 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen litten 2017 an Zuckerkrankheit, gut 95 Prozent davon an der Zivilisationskrankheit Typ-2-Diabetes, die seit dem Wirtschaftswunder der frühen 1960er Jahre kontinuierlich auf Erfolgskurs fährt. Die Dunkelziffer liegt bei geschätzten 2 Prozent. Weitere 20 Prozent der Bevölkerung befinden sich im Stadium des Prädiabetes; bei ihnen wird in absehbarer Zeit ebenfalls Typ-2-Diabetes diagnostiziert. Zum Vergleich: in den USA lagen diese Zahlen im Zeitraum 2010–2011 entsprechend bei 9, 5, und 38 Prozent, zusammen 52 Prozent der Bevölkerung. Tendenz: steigend.

Chronisch fortschreitend – also unheilbar?

In Fachpublikationen wird Typ-2-Diabetes überwiegend als „chronisch fortschreitende“ Krankheit beschrieben; mit beachtlichen Begleiterscheinungen wie Schäden an Blutgefäßen, Nervenschäden, Amputation, Blindheit, Hörverlust, Nierenversagen, Krebs, und Osteoporose. Bei der Behandlung wird zunächst versucht, das Fortschreiten des Typ-2-Diabetes mittels Medikamenten und Diät möglichst zu verlangsamen. Im Laufe der Zeit scheitert die natürliche Blutzuckerregulation allerdings daran, dass die verfettete Bauchspeicheldrüse immer weniger körpereigenes Insulin liefert, insulinresistente Körperzellen gleichzeitig aber mittels mehr und mehr Insulin gezwungen werden müssen, zusätzlichen Zucker aufzunehmen. Soll der stark überzuckerte und insulinresistente Körper kontinuierlich neuen Zucker aus dem Blutkreislauf aufnehmen und in Fett umwandeln, kommt in der weiteren Behandlung auch fremdes Insulin zum Einsatz.

Wenn es auf natürlichem Wege nicht mehr funktioniert, kann der Blutzuckerspiegel mit externem Insulin reguliert werden, allerdings um den Preis weiterer Einlagerung von Zucker in die Körperzellen und weiterer Produktion von Körperfett. Wer über Jahre und Jahrzehnte hinweg kontinuierlich Zucker im Körper einlagert und in Körperfett umwandelt, aber über keine nennenswerte Fettverbrennung mehr verfügt, wird zunächst übergewichtig und im weiteren Verlauf fettleibig. Übergewicht und Fettleibigkeit wären demzufolge eine Begleiterscheinung der Insulinresistenz, aber nicht Ursache einer Typ-2-Diabetes.

Natürlich heilbar?

Heilfasten senkt den Blutzuckerspiegel auf natürliche Weise, leert die Kohlenhydratspeicher, und kurbelt die körpereigene Fettverbrennung an. Richtig angewendet, unter ärztlicher Aufsicht, kann Heilfasten einer Insulinresistenz entgegenwirken. Der überzuckerte Körper wird schrittweise von seiner toxischen Fracht befreit, Leber und Bauchspeicheldrüse können sich erholen und nehmen allmählich ihre Arbeit wieder auf.

Dr. Jason Fung zeigt in seinem Buch „Diabetes rückgängig machen: Das Ernährungsprogramm, um Diabetes Typ 2 natürlich zu heilen“, wie Menschen den Teufelskreis der Insulinresistenz durch Fasten und kohlenhydrat-reduzierte Ernährung verlassen können.

Bibliographie

Fung, Dr. Jason: Diabetes rückgängig machen: Das Ernährungsprogramm, um Diabetes Typ 2 natürlich zu heilen

Fung, Dr. Jason; Teicholz, Nina: The Diabetes Code: Prevent and Reverse Type 2 Diabetes Naturally

Fung, Dr. Jason: A New Paradigm of Insulin Resistance – (youtube)